Bathurst 12 Hour 2026 – GMR-Mercedes #888, Engel, Martin & Grenier triumphieren nach dramatischem Rennverlauf am Mount Panorama …
Das Bathurst 12 Hour 2026 wird als eines der intensivsten und dramatischsten Rennen der jüngeren GT3-Geschichte in Erinnerung bleiben. Vor tausenden begeisterten Fans am legendären Mount Panorama setzte sich der Mercedes-AMG GT3 #888 des Teams GMR nach zwölf turbulenten Rennstunden durch – und krönte eine außergewöhnliche Aufholjagd mit einem historischen Gesamtsieg.
Sensationeller Sieg aus der 15. Startreihe
Von Startplatz 29 ins Rennen gegangen, galt das Fahrertrio bestehend aus Maro Engel, Mikaël Grenier und Maxime Martin zunächst nicht als unmittelbarer Favorit. Doch bereits in den ersten Rennstunden zeigte sich, dass der GMR-Mercedes strategisch hervorragend aufgestellt war.
Mikaël Grenier legte in der Anfangsphase mit konstant schnellen Stints den Grundstein für die Aufholjagd und hielt sich aus allen Zwischenfällen heraus. Maro Engel übernahm in den entscheidenden Rennphasen Verantwortung, managte Reifen und Verkehr mit gewohnter Präzision und brachte das Fahrzeug in Schlagdistanz zur Spitze. Maxime Martin schließlich setzte im Finale die entscheidenden Akzente – ruhig, kontrolliert und mit perfektem Timing.
Das Zusammenspiel aus Erfahrung, taktischer Disziplin und fehlerfreier Boxenarbeit ermöglichte es dem Trio, sich kontinuierlich durch das Feld zu arbeiten. Für Maro Engel war es im zehnten Anlauf endlich der lang ersehnte erste Triumph beim Bathurst 12 Hour – ein emotionaler Meilenstein. Auch für Grenier und Martin markiert der Erfolg einen bedeutenden Karrierehöhepunkt auf einer der anspruchsvollsten Strecken der Welt.
Schwerer Unfall von Ralf Aron in der Schlussfase sorgt für rote Flagge
Ein zentrales Ereignis des Rennens war der schwere Unfall von Ralf Aron im Craft-Bamboo-Mercedes.
Am Forrest’s Elbow verlor Johannes Zelger im Porsche die Kontrolle und kam quer zur Strecke zum Stehen – an einer der unübersichtlichsten und schnellsten Passagen des Kurses. Aron, zu diesem Zeitpunkt Gesamtführender, näherte sich mit hoher Geschwindigkeit und hatte aufgrund der Streckencharakteristik kaum Reaktionszeit. Es kam zu einer heftigen Kollision, bei der der Mercedes frontal einschlug.
Die Wucht des Aufpralls führte zur ersten roten Flagge beim Bathurst 12 Hour seit nahezu einem Jahrzehnt. Glücklicherweise konnte Aron das Fahrzeug eigenständig verlassen, wurde jedoch zur weiteren Untersuchung ins Medical Centre gebracht. Der Vorfall löste im Fahrerlager intensive Diskussionen aus, da nach Aussagen mehrerer Teams keine ausreichenden Warnsignale oder gelben Flaggen geschwenkt worden waren. Die Rennleitung sah sich daraufhin deutlicher Kritik ausgesetzt.
Weitere Dramen im Rennverlauf
Bereits nach 20 Minuten war der Ford Mustang GT3 von HRT nach einer Kollision mit einem Känguru auf der Conrod Straight ausgeschieden – ein außergewöhnlicher Zwischenfall, der die Unberechenbarkeit des Mount Panorama einmal mehr unter Beweis stellte.
Die Chevrolet Corvette GT3 #2 von Johor Motorsports Racing dominierte über weite Strecken das Geschehen. Nicky Catsburg setzte mit 2:02,3071 Minuten die schnellste Rennrunde. Doch 90 Minuten vor Schluss beendete ein Aufhängungsschaden die Siegträume des Teams abrupt.
In der Schlussphase kam es schließlich zum entscheidenden Moment: Beim Restart kollidierten Jules Gounon und Kelvin van der Linde in der Hell Corner. Maxime Martin nutzte die Situation und übernahm die Führung – eine Position, die das GMR-Trio bis ins Ziel verteidigte.
Sensationelle Podiumsbesetzung
Hinter dem Siegerfahrzeug sorgte der Porsche 911 GT3 R #86 von High Class Racing für eine weitere Überraschung. Dorian Boccolacci, Anders Fjordbach und Kerong Li starteten von Position 30 und sicherten sich Rang zwei sowie den Sieg in der Bronze-Kategorie.
Platz drei ging an das Team WRT mit dem BMW M4 GT3 #46, pilotiert von Valentino Rossi, Raffaele Marciello und Augusto Farfus.
Das Bathurst 12 Hour 2026 war ein Rennen voller Wendungen, strategischer Entscheidungen und emotionaler Momente. Der Sieg des GMR-Mercedes ist das Resultat geschlossener Teamleistung, fahrerischer Klasse und taktischer Präzision.
Mount Panorama bewies einmal mehr seinen Ruf als ultimative Herausforderung im internationalen GT-Sport – eine Strecke, die Fehler gnadenlos bestraft, aber außergewöhnliche Leistungen unvergesslich macht.
Results / Ergebnisse:
Overall –
1 – Gruppe M – M.Engel/M. Martin/M.Grenier– Mercedes AMG GT3
2 – HC Racing – D.Boccolacci/A.Fjordbach/K.Li – Porsche 911 GT3R
3 – Team WRT – V.Rossi/A.Farfus/R.Marciello – BMW M4 GT3
Bronze –
2 – HC Racing – D.Boccolacci/A.Fjordbach/K.Li – Porsche 911 GT3R
ProAm –
1 – RAM Motorsport / GWR Australia (Mercedes-AMG) – 13. Gesamt
















































