NLS 2 – Drama, Adrenalin und ein Sieg am „grünen Tisch“ …
Was für ein Wechselbad der Gefühle in der Eifel! Nach der witterungsbedingten Absage des Saisonauftakts (Lauf 1) vor zwei Wochen brannte die Nürburgring Langstrecken-Serie beim 58. ADAC Barbarossapreis ein wahres Feuerwerk ab. Im Mittelpunkt: Ein entfesselter Formel-1-Weltmeister, ein Audi-Ass in Bestform und eine technische Entscheidung, die das Podium Stunden nach dem Zieleinlauf komplett auf den Kopf stellte./h3>
Das Duell der Giganten: Haase vs. Verstappen
Bereits das Qualifying setzte den Ton für den Tag. Max Verstappen hämmerte im Winward-Mercedes #3 eine Fabelzeit von 7:51.751 Minuten in den Asphalt und sicherte sich die Pole-Position. Doch beim Erlöschen der Ampeln war es Christopher Haase im Scherer Sport PHX Audi R8 LMS GT3, der den besseren Start erwischte.
Was folgte, war Motorsport-Entertainment der Extraklasse: Haase presste sich am Ende der ersten Runde aus dem Windschatten vorbei an die Spitze. Über mehrere Runden hinweg lieferten sich der dreifache F1-Champion und der Nordschleifen-Routinier ein rasiermesserscharfes Duell Stoßstange an Stoßstange. Verstappen nutzte jede Lücke im Überrundungsverkehr, während Haase mit all seiner Erfahrung dagegenhielt. Erst kurz vor den ersten Boxenstopps gelang es Verstappen nach rund sechs Runden, die Führung auf der Döttinger Höhe final zurückzuerobern.
Die bittere Pille: Disqualifikation nach Dominanz
Auf der Strecke schien die Sache nach vier Stunden klar: Das Trio Max Verstappen, Jules Gounon und Daniel Juncadella überquerte die Ziellinie mit einem souveränen Vorsprung von fast einer Minute. Doch die Freude hielt nur bis zum Abend an.
Bei der technischen Nachkontrolle fiel den Sportkommissaren ein folgenschwerer Fehler auf: Das Team Winward hatte insgesamt sieben Reifensätze verwendet – das Reglement der NLS erlaubt jedoch maximal sechs. Dieser „Verzähler“, der wohl bereits durch intensive Boxenstopp-Übungen im Qualifying seinen Anfang nahm, führte zur unweigerlichen Disqualifikation des Mercedes-AMG.
Das offizielle Podium (Stand nach DSQ)
Durch den Ausschluss der Startnummer #3 rückte das restliche Feld nach. Der Sieg ging somit an das Team ROWE RACING, das sich mit einer klugen Strategie von Startplatz sieben nach vorne gekämpft hatte.
1. ROWE RACING, Dan Harper / Jordan Pepper
2. Falken Motorsports, Alessio Picariello / Joel Eriksson
3. Lonsch Motorsport, Kaya / Stursberg / Dontje
Vorbote für das 24h-Rennen
Trotz des verlorenen Sieges am grünen Tisch war NLS 2 ein deutliches Signal. Die Performance von Verstappen und der Speed des Mercedes-AMG zeigen, dass Winward zu den Top-Favoriten für das Highlight-Rennen im Juni zählt. Auch the Scherer-Audi von Haase bewies, dass die Konkurrenz hellwach ist.
Photo © Chris Frays








































